Im Talk-Format «Schweiz im Fokus» werden die Themen diskutiert, welche aktuell die Schweiz bewegen. Das Format steht für eine kontroverse, aber stets faire Diskussion. In der von Carla De-Vizzi moderierten Sendung wurden in einem ersten Block die Bilateralen III und in einem zweiten Block die Blackout-Initiative diskutiert.

Zu Gast in der Sendung sind Thierry Burkart, FDP-Ständerat AG, Jürg Grossen, GLP-Nationalrat BE und Präsident der GLP Schweiz, Franz Grüter, SVP-Nationalrat LU sowie Heinrich Fischer, Präsident des Steuerungsausschusses der Kompass-Initiative.
Wie viel Europa verträgt die Schweiz?
Im ersten Teil der Sendung stehen die Bilateralen III im Zentrum. Die Diskussion zeigt, wie unterschiedlich die Einschätzungen zum neuen EU-Vertragspaket sind. Heinrich Fischer warnt vor einer schleichenden EU-Passivmitgliedschaft. Die Schweiz würde dabei zunehmend EU-Recht übernehmen, ohne politisch mitentscheiden zu können. Auch Franz Grüter zeigt sich kritisch. Er sagt, ein solcher Vertrag sei mit grossen Risiken verbunden und würde zu viel Selbstbestimmung kosten.
Jürg Grossen stellt dem eine andere Sicht gegenüber. Für ihn sind die Bilateralen III wichtig, um den bilateralen Weg mit der EU weiterzuführen. Ohne neue Abkommen drohe der Schweiz ein schrittweiser Verlust des Marktzugangs. Thierry Burkart hebt die Bedeutung stabiler Beziehungen zur EU hervor. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass bei so weitreichenden Verträgen die demokratische Abstützung zentral ist.
Neue AKW – Option oder Tabubruch?
Im zweiten Teil der Sendung geht es um die Blackout-Initiative. Der steigende Strombedarf steht dabei im Fokus. Thierry Burkart spricht sich für mehr Technologieoffenheit aus. Alle klimaneutralen Stromquellen müssen geprüft werden, um die Versorgung langfristig zu sichern. Heinrich Fischer warnt vor einer wachsenden Abhängigkeit von Stromimporten aus der EU. Franz Grüter betont die Versorgungssicherheit als Grundlage für Wirtschaft, Digitalisierung und Wohlstand in der Schweiz. Jürg Grossen zeigt sich gegenüber Atomstrom grundsätzlich kritisch und appelliert daran, den Ausbau der erneuerbaren Energien konsequent weiterzuverfolgen.
Die lebhafte Diskussion zeigt, wie eng Fragen der Europapolitik und der Energieversorgung miteinander verbunden sind – und wie gross die Herausforderungen für die Schweiz in den kommenden Jahren bleibt.
Aber bilden Sie sich selbst ein Urteil!
Carla De-Vizzi
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